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Am 08. Juli 2007 war es so weit.
Vier unerschrockene Biker des TuS Peterberg machten sich früh
morgens leicht verspätet (Schnelli wurde deshalb schon etwas nervös)
auf den Weg, den Erbeskopf zu bezwingen (110 km, 3100 hm). Gegen
08:00 waren wir in Thalfang. Die Parkplätze rund um den Startplatz
waren schon fest in holländischer Hand. Zuerst wurden die Bikes
entladen und von unserem „Top-Mechaniker“ auf technisches und
renntaugliches OK geprüft. Danach haben wir unser zweites Frühstück
genossen. Zu dieser Zeit sind auch einige andere TuS-Biker
eingetroffen, die die Mitteldistanz (65 km, 1700 hm) in Angriff
genommen haben.
Um 08:45 machten wir uns auf den Weg zum Startbereich, um uns
optimale Startplätze zu sichern. Nach der Begrüßung und Belehrung
über die Wegbeschaffenheit und Fairness (der Veranstalter hätte
unsere holländischen Kollegen besser über das Verhalten bei
Bergabfahrten belehrt: „Bitte fahren Sie zügig bergab, nicht
schieben oder voll bremsen, auch wenn das Gefälle mehr als 0,1%
beträgt) durch den Veranstalter in deutscher und holländischer
Sprache war es dann endlich so weit. Der Startschuss fiel pünktlich
um 09:00 und wir sprinteten los. Insgesamt waren über 250 Biker auf
der Langstrecke am Start, davon die Hälfte aus Holland (=“Bergabfahrspezialisten“).
Nachdem es die ersten Kilometer zum besseren Einrollen über Asphalt
und festen Schotter ging, hatten wir bald die „gefürchteten“
Wiesendurchfahrten erreicht. Wir sammelten reichlich frischen nassen
Grünschnitt mit unseren Bikes. Nach 17 km kam die erste
Verpflegungsstation, die von uns ausgiebig genutzt wurde. Gut
gestärkt nahmen wir das Rennen wieder auf und forcierten das Tempo.
Jetzt sollte sich das abspielen, was uns im ganzen Rennen nicht mehr
los lassen sollte. Die dünnen, langen, blonden Holländer überholten
uns mit ihren straßenbereiften 9-10 kg Hardtails bergauf, um uns
dann bergab wieder am Genuss einer schönen Abfahrt zu hindern, indem
sie schiebend oder mit qualmenden Bremsen vor uns her krochen.
Nachdem Andreas und Arno zwischen Kilometer 20 und 50 kräftig Tempo
gemacht hatten, wurde ich (als unerfahrener „Neuling“ (Senioren1)
unter diesen erfahrenen Senioren2-Fahrern) doch etwas müde und
schlapp. Nachdem Sie mich über die nächsten 2 Berge bis zum
Erbeskopf – Plateau (bei Kilometer 75) geschleppt hatten, ging es
mir wieder besser. Danke, Kollegen!
Nach der Verpflegungsstation auf dem Erbeskopf ging es gestärkt in
einem Höllentempo die Skipiste herunter und dann einige Kilometer
über befestigte Forstwege. Nun warteten viele herrliche Singeltrails
mit Wurzeln gespickt auf uns, die wir zügig durchfahren konnten,
weil „unsere holländischen Freunde“ uns nicht daran hinderten. Wir
waren in unserem Element.
Die letzte Verpflegungsstation wartete noch einmal mit einem
besonderen “Dopingmittel“ auf uns. Es gab Cola zu trinken und unser
„Top-Mechaniker“ Schnelli hat jedem, der wollte, die Kette geölt.
Frisch geölt nahmen wir die letzten 13 Kilometer und 220 Höhenmeter
in Angriff. Hier sollte selbst uns noch einmal eine „Überraschung“
erwarten. Und zwar eine Schiebepassage, bergab! Nachdem wir diese
gemeistert hatten ging es nach nur ca. 500 Meter wieder bergauf.
Wieder per Pedes. Nun noch einige weitere Schlammpassagen und es
waren nur noch wenige Kilometer bis zum Ziel.
Da passierte es dann doch. Nach einer langen Schotterabfahrt hatte
ich einen Platten. Durch Mithilfe meiner Kollegen war der Platten
schnell behoben und es ging weiter. Leider überholten uns dadurch
einige Fahrer, die wir jedoch alle, bis auf „AC/DC“ (auch ein
„Abfahrspezialist“), wieder überholen konnten. Die letzten Kilometer
haben unsere „Zugmaschinen“ Arno und Andreas noch mal mächtig Druck
gemacht. Zum Schluss ging es noch einmal um die Weiher in Thalfang
herum. Kurz vor dem Ziel warteten schon einige TuS-Biker auf uns,
die uns auf den letzten Metern kräftig anfeuerten. Im Ziel
angekommen, waren wir alle froh, dass wir das Rennen gemeinsam und
unbeschadet überstanden hatten. Auf diesen Erfolg wurde direkt per
„Mineralsaft mit Schaum“ angestoßen. Nachdem wir die Bikes von der
Schlammladung befreit hatten, ging es zurück nach Hasborn, wo wir
gegen 18:45 ankamen.
Alle Teilnehmer fanden die
Veranstaltung rundum gelungen und das Wetter spielte auch mit. Im
nächsten Jahr wollen wir wieder teilnehmen und hoffen, dass uns noch
einige andere Biker-Kollegen begleiten werden.
Ergebnisliste:
Strecke 1,
110 Km, 3100 hm
|
Rang |
Kat.-Rang |
AK |
Start |
Name |
Team / Verein |
Ort |
Land |
Zeit |
km/h |
|
Nr. |
|
120 |
53 |
Sen2 m |
91 |
Maldener Arno |
TuS
Peterberg |
Tholey-Hasborn |
GER |
07:31:05 |
14,63 |
|
121 |
54 |
Sen2 m |
95 |
Thomas Andreas |
Tus Peterberg |
Tholey-Hasborn |
GER |
07:31:12 |
14,62 |
|
122 |
55 |
Sen2 m |
148 |
Stillenmunkes Andreas |
TUS
Peterberg E.V. |
St.Wendel |
GER |
07:31:17 |
14,62 |
|
123 |
57 |
Sen1 m |
205 |
Eglseder Sascha |
TUS
Peterberg E.V. |
Lebach |
GER |
07:31:22 |
14,62 |
Strecke 2, 65 Km, 1700 hm
|
|
192 |
81 |
Sen2 m |
1521 |
Groß Andreas |
TuS
Peterberg |
Hasborn |
GER |
04:28:24 |
14,53 |
|
234 |
97 |
Sen1 m |
1522 |
Kirsch Jürgen |
TUS
Peterberg |
Hasborn |
GER |
04:43:24 |
13,76 |
Autor: Sascha


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