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Faszination Rodalben
Mit 22 Bikern machten wir uns auf den Weg zum alljährlichen
Biker-Highlight dem „Rodalber Felsenweg“. In 3 Leistungsgruppen
wurden die 46 km in Angriff genommen. Je nach Höhenmesser wurden
713, 820 oder 1040 Höhenmeter angezeigt. Auch wenn man
schon mehrmals dabei war, man kann es kaum fassen: 46 km Single,
Felsen, Bäume, Wurzelpassagen, einfach nur geil!!! Nach 10 km mit
einem gefühlten Puls von über 200, die erste kleine Pause: Runter
mit dem Puls, etwas zwischen die Zähne, trinken, dann die nächste
Etappe. Es entsteht der Eindruck, als wäre man an jedem Ort schon
einmal vorbei gekommen, einfach nur toll. Am Bärenfelsen, etwa nach
der Häfte der Strecke, dann eine etwas längere Pause. Gott sei dank,
denn die Konzentration lässt langsam nach. Nachdem wir uns mit 2
sonnenhungrigen Wandrerinnen über die Jungs der 1. Gruppe nett
unterhalten hatten, ging das Abenteur weiter. Wir kletterten ein
kleines Stück den Berg hinauf, hinein in die 2. Trailhälfte. Da wir
uns jetzt an die Strecke gewöhnt hatten, legten wir mit dem Tempo
etwas zu. Wie in Trance ging es um die Felsen, schalten, bremsen,
Gas geben und 100 % Konzentration. Je näher wir unserem Ziel dem
Hilschberghaus entgegen kamen, desto mehr ließen die Kräfte nach.
Jetzt noch einmal auf die Zähne beißen, die letzten Kilometer noch
genießen und dann ist es auch schon wieder vorbei. Nach einer
Fahrzeit von 3 Stunden und 20 Minuten sind wir am Hilschberghaus
angekommen, wo wir zum Abschluß gemeinsam mit den bereits gestylten
Jungs der 1. Gruppe unser verdientes Weizen zu uns nahmen.
Die schnellste Gruppe mit 9 Teilnehmern hatte sich zum Ziel gesetzt,
die anspruchsvolle Strecke ohne längere Pausen zügig zu bewältigen.
Nach anfänglicher schonender Akklimatisierung an die schmale, steil
abfallende mit Hindernissen bestückte Wegstrecke wurde das Tempo
erhöht und sehr schnell erreichten die Biker erhöhte
Betriebstemperatur und so war ein Durchschnittspuls von
über 150 nicht verwunderlich. Ohne größere Verletzungen konnte die
schwere Strecke in reiner Fahrzeit von 3 Std. und 9 Minuten ohne
Panne absolviert werden. Ein Biker hat sich trotz einer
Trainingsvorbereitung von 2500 km infolge Kräfteeinbruchs für die
mittlere Gruppe qualifiziert.
Ein ehrgeiziges Ziel für nächstes Jahr ist die Strecke unter 3
Stunden zu befahren.
Die 3. Gruppe mit 9 Bikern fuhr wieder unter dem Motto: Langsamer
ist mehr. Es wurden immer wieder kleine Pausen eingelegt, damit auf
dieser anspruchsvollen Strecke, außer einigen unvermeidlichen
Stürzen, nur Materialschaden entstand. Tobias brauchte etwas Zeit,
um sich an die Streckenverhältnisse zu gewöhnen. Als Einige leicht
schwächelten lief er zur Höchstform auf. Kurze Pausen wurden
genutzt, um den Energiespeicher, durch Powerriegel, aufzufüllen und
über die Kapriolen der Schlusslichter zu plaudern. Nach ca. 35 km
trennte sich in Rodalben die Gruppe und die Hälfte fuhr auf der
Hauptstrasse zum Ausgangspunkt zurück.
Der Rest fuhr weiter auf dem Felsenweg immer der Markierung „F“
folgend. Baumfällarbeiten sorgten kurzzeitig für Verwirrung und es
wurde ein kleiner Umweg über das Schützenhaus eingelegt. Auf den
letzten Kilometern, die zu den Leichteren gehörten, merkte man den
Kräfteverschleiß der Tour und es tat stellenweise sehr weh.
Wohlbehalten kamen wir nach 3 Stunden 54 reiner Fahrzeit am
Hilschberghaus an und bekamen auch ein Weizenbier als Belohnung.
Tolle Tour, bis nächstes Jahr!
Kompliment noch an unsere Nachwuchsfahrer Lukas und Tobias, die
dieses schwierige Gelände mit Bravour gemeistert hatten. |