Rodalber-Felsenweg 2008

 
 

Faszination Rodalben
Mit 22 Bikern machten wir uns auf den Weg zum alljährlichen Biker-Highlight dem „Rodalber Felsenweg“. In 3 Leistungsgruppen wurden die 46 km in Angriff genommen. Je nach Höhenmesser wurden 713, 820 oder 1040 Höhenmeter angezeigt. Auch wenn man
schon mehrmals dabei war, man kann es kaum fassen: 46 km Single, Felsen, Bäume, Wurzelpassagen, einfach nur geil!!! Nach 10 km mit einem gefühlten Puls von über 200, die erste kleine Pause: Runter mit dem Puls, etwas zwischen die Zähne, trinken, dann die nächste Etappe. Es entsteht der Eindruck, als wäre man an jedem Ort schon einmal vorbei gekommen, einfach nur toll. Am Bärenfelsen, etwa nach der Häfte der Strecke, dann eine etwas längere Pause. Gott sei dank, denn die Konzentration lässt langsam nach. Nachdem wir uns mit 2 sonnenhungrigen Wandrerinnen über die Jungs der 1. Gruppe nett unterhalten hatten, ging das Abenteur weiter. Wir kletterten ein kleines Stück den Berg hinauf, hinein in die 2. Trailhälfte. Da wir uns jetzt an die Strecke gewöhnt hatten, legten wir mit dem Tempo etwas zu. Wie in Trance ging es um die Felsen, schalten, bremsen, Gas geben und 100 % Konzentration. Je näher wir unserem Ziel dem Hilschberghaus entgegen kamen, desto mehr ließen die Kräfte nach. Jetzt noch einmal auf die Zähne beißen, die letzten Kilometer noch genießen und dann ist es auch schon wieder vorbei. Nach einer Fahrzeit von 3 Stunden und 20 Minuten sind wir am Hilschberghaus angekommen, wo wir zum Abschluß gemeinsam mit den bereits gestylten Jungs der 1. Gruppe unser verdientes Weizen zu uns nahmen.
Die schnellste Gruppe mit 9 Teilnehmern hatte sich zum Ziel gesetzt, die anspruchsvolle Strecke ohne längere Pausen zügig zu bewältigen. Nach anfänglicher schonender Akklimatisierung an die schmale, steil abfallende mit Hindernissen bestückte Wegstrecke wurde das Tempo erhöht und sehr schnell erreichten die Biker erhöhte Betriebstemperatur und so war ein Durchschnittspuls von
über 150 nicht verwunderlich. Ohne größere Verletzungen konnte die schwere Strecke in reiner Fahrzeit von 3 Std. und 9 Minuten ohne Panne absolviert werden. Ein Biker hat sich trotz einer Trainingsvorbereitung von 2500 km infolge Kräfteeinbruchs für die
mittlere Gruppe qualifiziert.
Ein ehrgeiziges Ziel für nächstes Jahr ist die Strecke unter 3 Stunden zu befahren.
Die 3. Gruppe mit 9 Bikern fuhr wieder unter dem Motto: Langsamer ist mehr. Es wurden immer wieder kleine Pausen eingelegt, damit auf dieser anspruchsvollen Strecke, außer einigen unvermeidlichen Stürzen, nur Materialschaden entstand. Tobias brauchte etwas Zeit, um sich an die Streckenverhältnisse zu gewöhnen. Als Einige leicht schwächelten lief er zur Höchstform auf. Kurze Pausen wurden genutzt, um den Energiespeicher, durch Powerriegel, aufzufüllen und über die Kapriolen der Schlusslichter zu plaudern. Nach ca. 35 km trennte sich in Rodalben die Gruppe und die Hälfte fuhr auf der Hauptstrasse zum Ausgangspunkt zurück.
Der Rest fuhr weiter auf dem Felsenweg immer der Markierung „F“ folgend. Baumfällarbeiten sorgten kurzzeitig für Verwirrung und es wurde ein kleiner Umweg über das Schützenhaus eingelegt. Auf den letzten Kilometern, die zu den Leichteren gehörten, merkte man den Kräfteverschleiß der Tour und es tat stellenweise sehr weh. Wohlbehalten kamen wir nach 3 Stunden 54 reiner Fahrzeit am Hilschberghaus an und bekamen auch ein Weizenbier als Belohnung.
Tolle Tour, bis nächstes Jahr!
Kompliment noch an unsere Nachwuchsfahrer Lukas und Tobias, die dieses schwierige Gelände mit Bravour gemeistert hatten.