Arlberg 2003
 

Freerider Tour der Hardgesottenen

 
 

Die diesjährige Arlbergtour stand unter dem Motto, quälen bis das Wasser läuft und je steiler desto geiler.

 
Die Mannschaft bestätigte, dass die Vorbereitungen in angemessenem Umfang stattgefunden haben. Leider musste jedoch festgestellt werden, dass die individuellen Maßstäbe der Teilnehmer unterschiedlich waren.
Bereits am ersten Tag wurden Rekorde aufgestellt. In schwierigstem Buckelpisten-Gelände legte ein Senior eine traumhafte Kür hin. Er entledigte sich graziös während der Fahrt von seinen Skiern, Stöcken, sowie allen anderen nicht fest mit dem Körper verbundenen Gegenständen und schoss in tiefster Rennrodelhaltung den Hang hinab. Nur das Camelbag konnte schwerste Blessuren und Schlimmeres verhindern. Die Mannschaft staunte nur mit den Worten „Vorsicht, Vorsicht, oh weh, oh leck“. Nachdem halb Österreich beim Sammeln des verlorenen Equipments behilflich war, konnte die Fahrt nach einer halben Stunde fortgesetzt werden.
Kaum waren die Koordinationsprobleme überwunden, ging es mit technischen Schwierigkeiten weiter. Die ultraleicht Bindung, Marke „Kirmesware“ (Fritschi), aus Weltall erprobtem Plastik, gab im Tiefschnee den Geist auf. –Tatsächlich ein Bindungsproblem oder vielleicht doch eine Soll-Bruchstelle, die Konditionsprobleme vertuschen sollte. Es wird noch darüber spekuliert ob es ein Materialfehler, unsachgemäße Handhabung oder ein Fahrfehler war – alles wäre denkbar.
Am zweiten Tag zogen wir unsere Kurven im prominenten Skigebiet Lech/Zürs.
Es bestätigte sich, dass die Schneequalität hier noch besser war als in St. Anton. Herrliche Carving-Pisten und anspruchsvolle Buckelpisten, sowie die extreme Skirouten vom Rüffikopf nach Lech, haben alles abverlangt und waren gleichzeitig die idealen Vorbereitungen auf die Jagd nach Höhenmetern am nächsten Tag in St. Anton.
Der dritte Tag schließlich, nach langer Warmlaufphase bis zum Oberschenkelbrennen, ließ vermuten, dass dieser rekordverdächtig wird. Nach 7300 Hm zur Mittagspause, rückte das Ziel in greifbare Nähe. Auf Grund unterschiedlicher Prioritäten wurde nur von einem Teil der Gruppe die Rekordjagd fortgesetzt. Ausschlaggebend für das Erreichen des Rekords waren die schnelleren Lifte und die Ausnutzung des Liftbetriebs bis zur letzten Minute.
Am Ende standen gemessene 10500 Hm auf dem Höhenmesser.
Dieser Triumph der seit Jahren angestrebt wird musste beim Mooserwirt gebührend gefeiert werden. Schade das nicht die gesamte Gruppe an diesem Erfolg teilnehmen konnte. Durch diesen Höhenrausch konnten die schönen und tollen Frauen beim Mooserwirt nur noch verschwommen wahrgenommen werden.
Der letzte Tag sollte eigentlich nur ein lockeres Ausfahren werden, jedoch das schöne Wetter zwang uns wiederum in die Steilhänge um den besten Schnee zu finden.
 

Fazit:
4 Tage Kaiserwetter, sehr guter Schnee, täglich schweißdurchnässte Skiklamotten, (fast) keine Blessuren und eine tolle Truppe. So war Arlberg 2003. Nun dann – auf ein Wiedersehen im Jänna 2004 bei unserer Vermieterin Oma Schmid.

Ziel für 2004:
Die beiden Rendl Fahrer sollen ebenfalls in den erlauchten Kreis der 10000er eingereiht werden. Alle haben sich bereiterklärt ihnen tatkräftig beim Training und bei der Ausführung dieses hochgesteckten Ziels  unter die Arme zu greifen. Kopf hoch Rendl Fahrer – 2004 wird es schon klappen.

 

 
     
Die Altmeister bei der Tourplanung Live Auftritt im Piccadilly Apres Ski vom Feinsten Nur hier konnte man kurz ruhen